Städtebaulicher Rahmenplan „Wohnpark Am Ebenberg“ und östliche Südstadt
Allgemeine Bedeutung:
Der städtebauliche Rahmenplan gehört zu den informellen Planungsinstrumenten und ist Ergebnis eines längeren Abwägungs- und Planungsprozesses, der die Entwicklung, Perspektiven und Potenziale eines Stadtteils darstellt.
Ihm obliegen also nicht die gleichen Pflichten, Verfahrensschritte und Inhalte wie etwa einem Bebauungsplan, auch hat er keine gesetzlich bindende Wirkung auf die Planungsbeteiligten. Einmal aufgestellt und vom Rat der Stadt beschlossen dient er aber der Stadt als Richtlinie der Entwicklung für den beplanten Bereich und damit als Grundlage für die Bauleitplanung. Grundsätzlich legt er die Nutzungsaufteilung (Grün- und Freiraum, Verkehrsflächen, Gebäudeformen/Platzhalter für Bebauung) fest. Er dient oft dazu, Bürgern und Investoren die Entwicklungsabsichten der Kommune darzustellen und bietet wegen seines informellen Charakters sehr gute Beteiligungsmöglichkeiten.
Häufig beginnt die Entwicklung von Konversionsflächen mit der Überplanung durch einen städtebaulichen Rahmenplan. Im Fall der Kaserne „Estienne et Foch“ beschloss der Landauer Stadtrat den ersten Entwurf 2001, die hier vorgestellte Fassung wurde vom Stadtrat im Dezember 2009 als Grundlage aller weiteren Planungen beschlossen.
Inhalte und Leitbilder für den Wohnpark Am Ebenberg:
Ein hoher Identitätswert für die Bewohner soll durch den Erhalt der militärischen, repräsentativen Gebäude, die Weiterführung der Tradition der Landauer Stadtparks mit einem zentralen Grünzug und durchgrünter Bebauungsstruktur geschaffen werden. Auf das gartenbezogene, zu einem ruhigen, durchgrünten Innenbereich orientierte Wohnen wird bei der Umsetzung Wert gelegt. Die Integration der Flächen der Landesgartenschau 2014 in das Siedlungskonzept wird das Quartier auch nach 2014 prägen.
Mit der Neugestaltung der Friedrich-Ebert- und Cornichonstraße werden Nahtstellen und damit eine Verzahnung des neuen Stadtteils mit der Innen- und Südstadt hergestellt. Durch die Öffnung des Kasernengebäudes 2 zur Cornichonstraße in Verlängerung zur Friedrich-Ebert-Straße entsteht ein neuer Eingang.
Ziel ist es ein autoarmes Quartier zu schaffen, indem dem Fußgänger und Radfahrer eine hohe Bedeutung eingeräumt wird. So vervollständigt die Gestaltung das stadtinterne Radwegenetz mit Verbindungsachsen zur Innenstadt, zum Ebenberg und nach Queichheim. Die Stellplätze für die Autos sollen überwiegend außerhalb des öffentlichen Raums, zentral an den Eingängen in das Quartier in sogenannten Quartiersgaragen nachgewiesen oder dezentral in Tiefgaragen angeordnet werden. Die Straße wird zum Lebensraum in der Stadt.
Unter dem Aspekt des demographischen Wandels wird eine Stadt der kurzen Wege immer wichtiger, wobei Nahmobilität, Nahversorgung und Naherholung in unmittelbarer Nachbarschaft in dem Quartier integriert werden sollen.
Unter energetischen Aspekten besteht das Ziel, ein CO2 -neutrales Wohnquartier zu entwickeln, also einen Schwerpunkt auf die Energieeinsparung zu legen und die benötigte Energie überwiegend aus regenerativen Energiequellen zu gewinnen. Das benachbarte Geothermiekraftwerk bietet hierfür ideale Voraussetzungen.
Der neue Stadtteil soll eine soziale Durchmischung und Mischung der Altersstruktur erfahren. Baugruppen und Wohngemeinschaften sollen unterstützt und Bedürfnisse von Kindern und Senioren berücksichtigt werden.
Neben dem Kasernengelände wurde auch die sogenannte „Östliche Südstadt“ in die Planung einbezogen. Die Flächen des ehemaligen Güterbahnhofs Ost werden derzeit zurückgebaut, sodass direkt entlang der Bahn neue Entwicklungspotenziale entstehen.
Eines der Potenziale ergibt sich durch den Bau einer Haupterschließung, die das Gebiet selbst und das Kasernengelände an den innerstädtischen Verkehr im Bereich der Queichheimer Brücke anbinden wird. Geplant ist die Entwicklung eines Gewerbe- und Dienstleistungsareals mit ergänzender Wohnnutzung.
Abb.: Städtebaulicher Rahmenplan (Stadtratsbeschluss vom 12.04.2011)
Ansprechpartner für die Vermarktung von Grundstücken und Gebäuden ist die:
DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG
Entwicklungsträger und Treuhänder der Stadt Landau
Herr Büttner
Sömmerringplatz 1a
55118 Mainz
Tel. +49.(0)6131.96118.34
Fax +49.(0)6131.96118.50
bernhard.buettner@dsk-gmbh.de
