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22.12.2018

Aufschwung für Mehrwegbecher

EWL zieht 100-Tage-Bilanz und bietet weitere Startpakete – jeder Becher vermeidet Abfall

 „To go“ ist heute eine beliebte Variante Kaffee zu trinken. In Landau geht das inzwischen mit weniger Abfall. Für die Umsetzung dieser Idee hat der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) ein gutes Jahr gearbeitet. „Inzwischen sind fast 4.000 Mehrwegbecher eines anerkannten Pfandsystems im Umlauf. Das ist ein wichtiger Meilenstein sowohl für die Stadtsauberkeit als auch den Ressourcenschutz“, zieht Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron als EWL-Verwaltungsratsvorsitzender eine Bilanz der ersten 100 Tage des Recup-Pfandsystems in Landau. Allen kaffeeausschenkenden Betrieben hat der EWL ein kostenloses Startpaket angeboten. Das Angebot angenommen haben inzwischen zehn Betriebe mit insgesamt elf Verkaufsstellen. „Wir setzen uns für eine saubere Stadt ein und haben dafür ein Investitionsvolumen für Mehrwegbecher eingestellt. Acht kostenlose Startpakete sind noch zu haben – Anruf genügt“, unterstreicht Falk Pfersdorf, Vorstandsmitglied des kommunalen Betriebes. Im Rahmen der europäischen Woche der Abfallvermeidung ruft er die örtlichen Betriebe nochmals dazu auf, an der Reduktion von Wegwerfbechern mitzuwirken.

 

Studierendenwerk im Boot

Das Startpaket des EWL beinhaltet 111 Mehrwegbecher in zwei Größen. Acht Bäckereien und andere kaffeeausschenkende Betriebe tragen mit ihrem Mehrwegangebot in ihren Verkaufsstellen inzwischen zuverlässig zur Reduzierung des Abfallberges in Landau bei. Viele haben zusätzliche Becher geordert, die das EWL-Startpaket ergänzen. Das örtliche Studierendenwerk hat gleich 2.000 Becher des Pfandsystems in Umlauf gebracht. Das Besondere am Recup-System ist zum einen die große Flexibilität für die Nutzer: Jeder Becher ist mit einem Euro Pfand belegt und kann in allen teilnehmenden Betrieben zum Spülen zurückgegeben werden. Zum anderen bestehen die Becher aus einem hochwertigen Material, das mindestens 500 Durchgängen in der Spülmaschine standhält. Die Becher sind frei von Weichmachern und Schadstoffen, die sich durch Heißgetränke lösen könnten. Der verwendete Werkstoff Polypropylen ist in dieser Hinsicht Materialien wie Melamin und Bambus überlegen. Am Ende des Lebenszyklus nimmt das Unternehmen Recup die Becher zurück und überführt sie in ein professionelles Recycling. So funktioniert das bereits in vielen Kommunen Deutschlands.

 

Landau-Becher als Ziel

Jedes Jahr werden in Deutschland rund drei Milliarden Einweg-Kaffeebecher ausgegeben. Nach Gebrauch entsteht am Ende ein riesiger Berg Abfall – der sich auch in Landaus Stadtbild negativ bemerkbar macht. Falk Pfersdorf unterstreicht, dass die handelsüblichen Einwegbecher in der Regel aus einer Materialmischung bestehen und nicht ausschließlich aus Pappe. „Deshalb sind Einwegbecher nicht recyclingfähig“, betont er. Die bisherige Entwicklung des Pfandsystems freut ihn genauso wie die Stadtvorderen. Gemeinsam fordern sie alle Bürgerinnen und Bürger auf, die Becher aber auch zu nutzen und nicht zu Hause in den Schrank zu stellen. Der Appell richtet sich auch an weitere Verkaufsstellen von Mitnahmegetränken. „Wir haben uns einen eigenen Landau-Becher zum Ziel gesetzt. Den gibt es, wenn 30 Verkaufsstellen mitmachen“, erklärt Dr. Maximilian Ingenthron abschließend. 

  

Das sind die RECUP-Pioniere in Landau:

Havanna Casino CaffeBar Lounge, Königstraße 13

Füllhorn Biomarkt GmbH, Am Großmarkt 4

KFE Die Kaffeerösterei GmbH, Maximilianstraße 2

De´ Bäcker Becker, Horststraße 112

ONEXPRESS Landau Hauptbahnhof (Unternehmensgruppe Dr. Eckert GmbH), Hauptbahnhof

Sörkel Café Wein & Co., Ostbahnstraße 25

Suppe mag Brot, Friedrich-Ebert-Straße 15

Segafredo Espressobar, Kronstraße 3

Soho Hotelbetriebs GmbH, Marie-Curie-Straße 7

Studierendenwerk mit Ausgabestellen auf dem Campus am Fort und in der Bürgerstraße 23

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