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28.09.2021

Jahresabschluss und betriebliche Weiterentwicklungen

EWL hat Corona-Zeiten gut gemeistert - Verwaltungsrat schließt das Jahr 2020 offiziell –  gutes Ergebnis ermöglicht wichtige Projekte für Landau

Fünf Betriebszweige umfasst der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL), die auch in Corona-Zeiten funktionieren mussten. „Damit betreibt der EWL eine kritische Infrastruktur, die auch in Corona-Zeiten standgehalten hat. Der Betrieb hat somit auch in Krisenzeiten gezeigt, dass er auch besonderen Anforderungen bestens gewachsen ist“, dankt Thomas Hirsch, Oberbürgermeister der Stadt Landau, dem EWL.

Auch betriebswirtschaftlich steht der EWL mit seinen Betriebszweigen gut da.

Gemeinsam haben sie im Jahr 2020 mit einem Gewinn in Höhe von 499.430 Euro abgeschlossen, die in die Rücklagen des Betriebes fließen sollen. „Das ist das Ergebnis eines soliden Wirtschaftens in allen Bereichen, so können wir die Herausforderungen der Zukunft angehen. Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung hat für uns eine herausragende Bedeutung. Und deshalb positionieren wir uns stärker denn je als Umweltschutzbetrieb “, lobt Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron als EWL-Verwaltungsratsvorsitzender. Bei der Sitzung des Gremiums am 30. September soll der Jahresabschluss beschlossen und dann dem Rat der Stadt Landau zur endgültigen Beschlussfassung vorgelegt werden. Zudem sollen die beiden Vorstände entlastet werden. Auch die Geschäftsdaten des laufenden Jahres und die Weiterentwicklung des Stadtbildpflegekonzeptes sind Themen.

Blick nach 2020 und ins erste Halbjahr

Das Testat der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für den EWL-Jahresabschluss 2020 liegt uneingeschränkt vor und bestätigt damit die korrekte Betriebsführung. Nach 2019 gelang es erneut, mit dem erwirtschafteten Gewinn die Rücklagen weiter zu stärken; dieser liegt über dem ursprünglichen Wirtschaftsplan und ermöglicht als Grundstock Zukunftsprojekte. „Wir werden weiter investieren: Landau wächst und gleichzeitig legt der Gesetzgeber auch im Entsorgungsbereich die Messlatte immer höher. Als Umweltbetrieb wollen wir hier vorangehen und mit Lösungen dazu beitragen, dass auch künftige Generationen eine gute Lebensgrundlage haben“, umreißt Bernhard Eck als Vorstandsvorsitzender das Aufgabenverständnis des EWL. Im Zuge der Verwaltungsratssitzung wird er auch einen kurzen Einblick in den bisherigen Verlauf des ersten Halbjahres 2021 geben, das bislang positiv verläuft. Alle Betriebszweige lagen in diesem Betrachtungszeitraum über dem Plan.

Betriebszweige 2020 im Überblick

Der Betriebszweig Abwasser schloss mit einem Gewinn von 471.000 Euro, das ist mehr als geplant, aber unter dem Ergebnis des Vorjahres. Dazu beigetragen haben unter anderem höhere Einnahmen durch Gebühren und höhere sonstige betriebliche Erträge bei der Abwasserreinigung. Deutlich gestiegen sind die Aufwendungen, auch weil die Kosten am Bau und wichtigen Dienstleistungen deutlich gestiegen sind. Insgesamt investierte der EWL 2020 rund 3,58 Millionen Euro in die Kläranlage und das Abwassernetz. Weitere Investitionsmittel standen bereit, mussten aber ins Folgejahr verschoben werden. „Es fehlen Kapazitäten bei der Planung und bei der Ausführung am Bau“, ordnet Bernhard Eck ein.

Blick auf Abfallentsorgung und Bauhof

Deutlich positiv hat sich der Betriebszweig Abfallentsorgung entwickelt, der mit einem Gewinn von 24.000 Euro schließt. Der Wirtschaftsplan ging von einem sechsstelligen Verlust aus. Weiter sinkende Erlöse aus dem Verkauf von Altpapier konnten durch neue Vereinbarungen mit den Dualen Systemen Deutschland (DSD) sowie einer Gebührenerhöhung Anfang 2020 abgefangen werden. Investiert hat der EWL auch in diesem Betriebszweig, und zwar rund 641.000 Euro: neue Abfallbehälter für die Haushalte, eine neue Wiegesoftware im Wertstoffhof und vor allem zwei moderne Abfallsammelfahrzeuge, die die Sicherheit auf Landaus Straßen sowohl für die eigenen Mitarbeitenden als auch die anderen Verkehrsteilnehmer deutlich erhöhen.

Ebenfalls mit einem Gewinn (122.000 Euro) schloss der Bauhof als eigenständiger Betriebszweig – und dies trotz weiter gestiegener Kosten. Für den Aufgabenbereich im Bauhof investierte der EWL 2020 rund 348.000 Euro, fast zwei Drittel davon für neue Parkscheinautomaten einschließlich einer Software für bargeld- und kontaktloses Bezahlen.

Straßenreinigung und Serviceabteilung

Der Betriebszweig Straßenreinigung organisiert Leistungen für die Stadt Landau, die Aufgaben sind meist sehr personalintensiv. Die Kosten werden derzeit über Gebühren sowie über eine Abschmelzung einer Kapitalrücklage finanziert. Daher wird in diesem Betriebszweig mit einem Verlust im Wirtschaftsplan des kommunalen Unternehmens kalkuliert, bis die Kapitalrücklage komplett abgeschmolzen ist. Mit einem positiven Ergebnis von 13.000 Euro blickt schließlich der Betriebszweig Service zurück. Das ist die übergreifende Verwaltungs- und Organisationseinheit des EWL, die Leistungen auch für die anderen Betriebszweige erbringt und weiterberechnet. Durch die Schaffung einer neuen Stabsstelle Controlling und einer Ausbildungsstelle für das praxisnahe Studium an der Dualen Hochschule sind die Personalaufwendungen 2020 hier gestiegen. Da die Aufgaben des Betriebes immer komplexer werden, war dieser Schritt wichtig, auch mit Blick auf dessen Zukunftsfähigkeit. Investiert hat der EWL hier kräftig: Unter anderem rund 69.000 Euro in die IT und weitere Betriebsausstattung sowie weitere 110.000 Euro in Planungsmaßnahmen für die Weiterentwicklung des Gebäudes Georg-Friedrich-Dentzel-Straße 1. Die Mittel waren teilweise bereits in den Vorjahren in der Finanzplanung berücksichtigt und nun abgerufen worden. „Auch an diesem Beispiel kann man sehen, wie weitsichtig  der EWL nicht nur denkt, sondern auch die Ressourcen für die Umsetzung plant“, unterstreicht der Verwaltungsratsvorsitzende des EWL Dr. Maximilian Ingenthron mit Blick auf Bilanz und Finanzplanung des kommunalen Unternehmens.

Stadtbildpflege weiterentwickeln

Ein weiterer Punkt bei der Verwaltungsratssitzung am 30. September ist das künftige Vorgehen in Sachen Sauberkeit Landaus. Hier wirken derzeit verschiedene Dienststellen der Stadt gut zusammen, um die Stadt sauber zu halten. Aber es gibt immer Raum für Verbesserungen. Große Teile eines dazu in 2018 entwickelten Maßnahmenplans sind mittlerweile umgesetzt: So hat der EWL u.a. fundierte Stadtsauberkeitsanalysen durchführen lassen, die zu durchaus guten Ergebnissen führten. Positiv auf das Stadtbild wirken sich neben dem Einsatz von Kehrmaschinen auch ein Abfallsauger sowie der jährliche Einsatz eines Schrubbdecks in der Fußgängerzone aus. Die Zuständigkeit für das komplette Management öffentlicher Abfallkörbe oder Spender für Hundekotbeutel aber ist derzeit gesplittet zwischen Stadt und EWL. Hier wird der Verwaltungsrat eine Veränderung diskutieren, die die Verantwortung für diese und weitere Bereiche wie die Reinigung von Bushaltestellen, Parkbuchten und -plätzen umfasst. Damit verbunden ist jedoch die Frage der Finanzierung über Steuern. „Dieses komplizierte Konstrukt würden wir gerne etwas vereinfachen, davon könnte die praktische Umsetzung in Landau profitieren“, umreißt Bernhard Eck die Idee der Weiterentwicklung des Konzeptes der Stadtbildpflege.

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