Sauberkeitsanalyse gibt der Stadt im Vergleich eine überdurchschnittliche Note – EWL und Fachämter gehen jetzt
spezielle Brennpunkte für Verschmutzung an
Wie sauber ist Landau im Vergleich zu anderen Städten? Dieser Frage geht der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) gemeinsam mit der Stadt Landau regelmäßig im Rahmen einer Stadtsauberkeitsanalyse nach. Die aktuelle Untersuchung wurde vom unabhängigen Institut für Abfall, Abwasser und Infrastruktur-Management (INFA) im Zeitraum vom 9. bis 11. September 2025 durchgeführt. Das Ergebnis: Landau weist weiterhin ein gutes Sauberkeitsniveau auf und liegt im Vergleich mit ähnlichen Städten leicht über dem Durchschnitt.
Hinweise für weitere Maßnahmen
„Die Stadtsauberkeitsanalyse bewertet unsere Arbeit und den aktuellen Zustand des öffentlichen Raums positiv. Sie hilft uns gleichzeitig aber auch, die Verschmutzungsschwerpunkte zu erkennen und gezielt weitere Maßnahmen für eine saubere Stadt abzuleiten", erklärt Sebastian Lorig, Vorstand des EWL. Denn trotz der guten Note zeigt sich gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 2024 eine leichte Verschlechterung. Aussagen über konkrete Ursachen dieser Verschmutzungen lassen sich aus der Untersuchung nicht ableiten. Doch liefert die Analyse Hinweise, an welchen Stellen Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Stadtsauberkeit ansetzen können.
Positiver Trend seit Studienbeginn
Im langfristigen Zeitverlauf bleibt die Entwicklung positiv: Seit Beginn der Messungen im Jahr 2018 hat sich die Stadtsauberkeit in Landau deutlich verbessert. Auffälligkeiten treten vor allem an stark frequentierten Orten auf. Zu den häufigsten Verunreinigungen zählen Papier- und Verpackungsreste, Zigarettenkippen sowie saisonal bedingt Laub und Blüten.
Innenstadt weiterhin auf gutem Niveau
Für die Innenstadt weist die Untersuchung weiterhin eine überdurchschnittlich gute Reinigungsqualität aus. Der aktuelle Wert liegt über dem Durchschnitt vergleichbarer kreisfreier Städte. Gegenüber 2024 zeigt sich jedoch eine leichte Verschlechterung. Auffälligkeiten wurden in einzelnen Straßen festgestellt, unter anderem in Teilen der Königstraße, der Kaufhausgasse und der Augustinergasse. Im Umfeld von Sehenswürdigkeiten und touristisch geprägten Bereichen bleibt die Sauberkeit dagegen insgesamt hoch. Hier wurden nur vereinzelt Auffälligkeiten festgestellt, vor allem auf Plätzen, Parkplätzen und Treppenanlagen.
Stärkere Verschmutzungen an Verkehrsknotenpunkten
Im Bereich von Parkplätzen und Straßen zeigt sich eine deutlichere Verschlechterung gegenüber der vorherigen Untersuchung. Auffällige Bereiche sind insbesondere Bushaltestellen, Plätze sowie Grünstreifen entlang von Straßen und Baumscheiben. Neben Verpackungsabfällen und Zigarettenkippen spielen hier auch saisonale Verschmutzungen sowie Wildwuchs eine Rolle.
Die Analyse macht damit ein typisches Muster deutlich: Während Grünanlagen, Spielplätze und viele Bereiche der Innenstadt sehr gute Werte erreichen, sind stark frequentierte Orte wie Haltestellen, Verkehrsknotenpunkte oder Parkplätze häufiger von Verschmutzungen betroffen.
Zigarettenkippen: unschön und große Umweltbelastung
Besonders auffällig ist die hohe Zahl achtlos weggeworfener Zigarettenkippen. Sie gehören bundesweit zu den häufigsten Abfällen im öffentlichen Raum und finden sich vor allem an stark frequentierten Orten wie Haltestellen, Plätzen oder Bereichen mit hoher Aufenthaltsqualität. Neben dem unschönen optischen Eindruck stellen sie auch ein Umweltproblem dar: „In Filtern und Tabakresten stecken zahlreiche Schadstoffe wie Nikotin und Schwermetalle, die bei Regen ausgewaschen werden und über die Kanalisation in Gewässer gelangen können. Deshalb ist es wichtig, vorhandene Aschenbecher oder Papierkörbe zu nutzen", erklärt EWL-Vorstand Sebastian Lorig. Studien zeigten, dass eine einzelne Zigarettenkippe bis zu 50 Liter Wasser belasten kann.
Analyse liefert Grundlage für Maßnahmen
Auf Basis der Ergebnisse in der Sauberkeitsanalyse berät der Arbeitskreis Stadtsauberkeit nun weitere Maßnahmen. Die zuständigen Fachämter entscheiden dann, welche Anpassungen vorgenommen werden, etwa bei Reinigungsintervallen, bei der Intensität der Flächenreinigung oder bei bestehenden Reinigungsaufträgen.
Gönül Kuru, Referentin des Vorstands beim EWL und verantwortlich für die Stadtbildpflege, betont. „Die Analyse zeigt uns, dass wir insgesamt ein gutes Sauberkeitsniveau erreichen. Gleichzeitig macht sie deutlich, an welchen Stellen wir genauer hinschauen müssen. Gerade stark frequentierte Orte wie Haltestellen oder Plätze stellen besondere Anforderungen an die Reinigung. Für uns ist die Untersuchung deshalb ein wichtiges Instrument, um Maßnahmen gezielt auszurichten.“
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