Nach Maiwanderungen bleibt oft Abfall zurück – EWL gibt Tipps für umweltschonendes Picknick bei Ausflügen rund um Landau
Am 1. Mai zieht es viele Menschen in die Pfälzer Natur. Auch in Landau ist eine gemeinsame Wanderung, etwa zur Kleinen Kalmit, für viele Menschen eine schöne Tradition, wie zum Beispiel für Studierende der Universität. Doch leider zeigt sich nach dem Feiertag an beliebten Wegen und Rastplätzen oft das gleiche Bild: Verpackungen, Flaschen und Essensreste bleiben in der Natur zurück. Auch an stark frequentierten Orten, wo der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) zusätzliche Abfallbehälter bereitstellt. Der EWL nimmt den 1. Mai deshalb zum Anlass, für einen bewussteren Umgang mit Abfällen auf Ausflügen zu werben und gibt konkrete Tipps für ein „Zero-Waste-Picknick“ unterwegs.
„Wer die Natur genießt, trägt auch Verantwortung für ihren Erhalt“, sagt Gönül Kuru, Leiterin der Stadtbildpflege beim EWL. „Gerade nach dem 1. Mai sehen wir, wie aus vielen kleinen Resten ein größeres Problem wird.“ Besonders entlang beliebter Touren durch die Weinberge oder die Grillhütte in Richtung Arzheim bleibe Abfall zurück, der nicht nur das Landschaftsbild beeinträchtigt, sondern auch Wildtiere gefährden sowie Böden und Gewässer belasten kann.
Mit Zero Waste-Picknick für weniger Abfall
Abfall lässt sich schon bei der Planung vermeiden. „Zero Waste bedeutet, Abfall gar nicht erst entstehen zu lassen“, erklärt Gönül Kuru. „Das gelingt am besten, wenn Wandernde ihre Verpflegung bewusst vorbereiten und auf Einwegverpackungen verzichten.“ Wer lose Lebensmittel einkauft und eigene Behälter nutzt, reduziert Verpackungsabfälle deutlich. Frisches Obst, belegte Brote oder Salate im Glas lassen sich einfach transportieren. Wiederverwendbare Boxen, Trinkflaschen und Besteck ersetzen Einwegprodukte. Auch Stoffbeutel oder Brotboxen helfen, Abfälle zu vermeiden oder zu reduzieren.
Verpackungen verursachen einen hohen Ressourcenaufwand: Denn für Herstellung, Transport und Entsorgung werden Rohstoffe und Energie benötigt. Mehrwegprodukte lassen sich vielfach einsetzen. Einwegartikel hingegen landen nach kurzer Nutzung im Restabfall, der unter hohen Kosten entsorgt werden muss. Die Vermeidung von Abfall steht deshalb im Zentrum der kommunalen Abfallwirtschaft des EWL.
„Was man mit in die Natur nimmt, nimmt man am Ende auch wieder nach Hause. Dieses Prinzip sollte bei jeder Wanderung beherzigt werden“, betont Gönül Kuru. Deshalb gehöre in jeden Rucksack ein kleiner Beutel, um Speisereste oder eventuellen Abfall einzupacken. An besonders stark frequentierten Rastplätzen stellt der EWL zum 1. Mai zusätzliche Abfallbehälter bereit, um die Entsorgung vor Ort zu erleichtern. „Diese Angebote können aber nur unterstützen. Sie ersetzen aber nicht die eigene Verantwortung“, betont Gönül Kuru. „Unser Ziel bleibt, dass möglichst wenig Abfall entsteht und der dann wieder mit nach Hause mitgenommen wird. So bleibt die schöne Pfälzer Natur für uns alle ein Wohlfühlort.“
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