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23.06.2021

Vorsorge gegen Wasser im Haus

EWL und Stadt betreiben Hochwasservorsorge und empfehlen dringend den wachen Blick aufs eigene Grundstück

Es ist Gewittersaison, der nächste Starkregen kann schon morgen wieder die Südpfalz treffen. Solche Ereignisse können zu unliebsamen Folgen an Gebäuden, Hab und Gut führen. Die Schäden alleine im vergangenen Jahr waren mit rund 1,95 Milliarden Euro enorm, wie die kürzlich veröffentlichten Daten des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft zeigen. Der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) und die Stadt appellieren deshalb an die Bürgerinnen und Bürger, ihr persönliches Umfeld gerade jetzt zu prüfen. „Die Vorsorge auf dem eigenen Grundstück ist enorm wichtig und hilft teure und ärgerliche Schäden zu vermeiden“, betont Bernhard Eck, Vorstandsvorsitzender des EWL. Das kommunale Unternehmen kümmert sich in Landau unter anderem um die Abwasserführung, unter die auch das Regenwasser auf öffentlichen Flächen in bebauten Arealen fällt. Vollgelaufene Keller kann der EWL aber bei Starkregenereignissen nicht verhindern – hier ist Vorsorge durch die Eigentümerinnen und Eigentümer gefragt. Als Hilfestellung gibt der EWL Tipps.

Schutz für Fenster und Türen

Für Fenster und Eingangstüren gibt es Ausführungen, die druckwassergeschützt sind. Diese zahlen sich im Untergeschoss aus, denn sie halten auch Wassermassen bei Starkregen stand. Für besondere Situationen empfiehlt es sich zudem, einen Vorrat an Sandsäcken anzulegen; diese können bei heranziehendem Unwetter dann schnell an sensiblen Stellen des Grundstücks ausgelegt werden.

Rückstauklappe einbauen und prüfen

Sie ist eine wichtige Barriere zwischen Abwasserkanal und tieferliegenden Gebäudeteilen: die Rückstauklappe am Hausanschluss. Sie kann ihre Schutzfunktion allerdings nur dann erfüllen, wenn sie eingebaut und voll funktionsfähig ist. Auch ein nachträglicher Einbau lohnt sich, viele Gebäude- und Hausratversicherungen fordern diese sogar für einen Versicherungsschutz. Installateure beraten bei Auswahl und Einbau. Um die Funktionsfähigkeit müssen sich die Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer allerdings regelmäßig kümmern. Denn unter anderem feinste Textilfasern können den Schließmechanismus mit der Zeit blockieren. Eine Reinigung schafft hier Sicherheit.

Heizöltank besonders sensibel

Der EWL macht darauf aufmerksam, dass es zum Schutz von Gewässern und Grundwasser zudem neue und strenge Regelungen für Heizöltanks gibt: Das neue Wasserhaushaltsgesetz verbietet die Installation neuer Heizölanlagen in Gebieten, die von Hochwasser bedroht sind. Für bestehende Anlagen müssen die Eigentümer hochwassergeschützte Installationen nachweisen. Diese Pflicht muss in bestimmten Regionen bereits bis Januar 2023 umgesetzt werden. Hintergrund sind aufschwimmende Tanks bei zurückliegenden Überschwemmungen. Austretendes Heizöl verursacht Schäden, die schnell im Bereich über einer Million liegen.

Weitere Informationen

Immer wieder hat der EWL im Zuge von Schadensbegehungen festgestellt, dass die Betroffenen bereits mit einfachen Vorsorgemaßnahmen teure Wasserschäden weitgehend hätten verhindern können. „Starkregenereignisse gewinnen mit den klimatischen Veränderungen zunehmend an Bedeutung und ebenso an Brisanz, darauf müssen wir uns alle einstellen“, ordnet Dr. Maximilian Ingenthron ein, Verwaltungsratsvorsitzender des EWL und Bürgermeister von Landau. Der EWL organisiere dies mit der Stadt unter anderem im Zuge des aktuellen Hochwasserpräventionsprojektes. Er verweist auf eine mehrseitige Handreichung, die der EWL als Impuls für Hauseigentümer zum Thema Starkregen und Überflutungsschutz zusammengestellt hat. Diese finden Bürgerinnen und Bürgern jederzeit im Download-Bereich unter

https://www.ew-landau.de/öffentliche-Informationen/Downloads/

Zudem läuft derzeit auch eine Onlinebeteiligung zum Thema Hochwasservorsorge auf der städtischen Beteiligungsplattform unter www.mitredeninLD.de

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