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16.03.2026

Wissenstransfer auf der Kläranlage

Deutschlandstipendiatinnen des EWL erhalten Einblick in Landaus Kläranlage – Führungen für Schüler- und Studierendengruppen

Theorie trifft Praxis: Drei Studierende mit Deutschlandstipendium – zwei davon gefördert durch den Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) – haben die Kläranlage in Landau besucht. Bailey Tock, Unisa Adikalie Kargbo (beide Master Ecotoxicology) und Melinda Kiefer (Master Umweltwissenschaften) informierten sich vor Ort über die verschiedenen Reinigungsstufen in der Anlage. Zudem tauschten sie sich mit Fachleuten des EWL darüber aus, worin aktuell die größten Herausforderungen in der Abwasserbehandlung bestehen.

„Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie wir Schadstoffe zuverlässig aus dem Abwasser entfernen und dabei gleichzeitig unsere Anlagen möglichst energieeffizient betreiben“, erklärt Dr. Markus Schäfer, Leiter der Abteilung Abwasser beim EWL. Die zwei Studentinnen und der Student erhielten Einblicke in die mechanische, biologische und chemische Reinigung sowie in weitergehende Verfahren zur Reduzierung von Mikroschadstoffen. Dabei war es dem EWL wichtig, zu zeigen, wie eng neue wissenschaftliche Erkenntnisse und die tägliche Praxis im Betrieb miteinander verknüpft sind.

„Die Abwasserreinigung ist ein zentrales Element der kommunalen Daseinsvorsorge. Hier zeigt sich konkret, wie Umwelt- und Ressourcenschutz vor Ort umgesetzt werden“, erklärt Markus Schäfer und ergänzt: „Für Studierende ist es wertvoll, die technischen Abläufe einer Kläranlage aus nächster Nähe kennenzulernen.“

Der EWL entwickelt seine Anlagen kontinuierlich weiter, unter anderem mit Blick auf Effizienz, Energieeinsatz und steigende Anforderungen im Gewässerschutz. So trägt die Abwasserbeseitigung dazu bei, die Queich und die Umwelt in der Region nachhaltig zu schützen.

Brücke zwischen Hochschule und kommunalem Betrieb

Unter anderem mit der Beteiligung am Deutschlandstipendium stärkt der EWL die Kooperation mit der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität (RPTU). Der EWL unterstützt finanziell, legt aber gleichzeitig auch Wert auf fachlichen Austausch und persönliche Begegnungen. Ziel ist es, Studierenden aus umwelt- und ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtungen frühzeitig in ihrer Ausbildung praktische Einblicke in die Aufgaben eines kommunalen Umweltbetriebs zu geben.

Kläranlage als Lernort

Der EWL bietet regelmäßig Führungen durch die Kläranlage in Mörlheim an. Schulklassen, Studierendengruppen und interessierte Organisationen lernen dabei die Abläufe bei der Abwasserreinigung und die technischen Anlagen vor Ort näher kennen. Die Führung dauert je nach Absprache in der Regel rund eine Stunde.

Führungen sind nach telefonischer Anmeldung und Absprache (Telefon 06341/13-8680) möglich.

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