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12.11.2020

EWL legt Pläne für 2021 vor

Gremien entscheiden über Wirtschaftsplan – Handeln für Nachhaltigkeit

Umwelt- und Klimaschutz wird weltweit immer wichtiger. In Landau nimmt der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) mit dem Wirtschaftsplan für das Jahr 2021 wichtige Weichenstellungen für diese Zukunftsthemen vor. Bernhard Eck, Vorstandsvorsitzender des EWL, wird die Pläne am 19. November dem Verwaltungsrat vorstellen und dem Gremium die Details erörtern. Für 2021 stellt der Wirtschaftsplan Erträge in Höhe von 22,64 Millionen Euro und Aufwendungen von 23,03 Millionen gegenüber. Aufgeschlüsselt sind Daten nach den fünf Betriebszweigen: Abfallentsorgung, Abwasserbeseitigung, Bauhof, Straßenreinigung sowie der internen Serviceeinheit.

Beim Betriebszweig Abfallentsorgung entstehen für die Abfallverbrennung, Sammlung der Abfallfraktionen, die Kompostierung und den Betrieb des Wertstoffhofes Aufwendungen von rund 6,305 Millionen Euro. Dem stehen Einnahmen in Höhe von rund 6,086 Millionen gegenüber, größte Position sind die Abfallgebühren. Nicht mehr wie früher einkalkulieren kann der EWL Einnahmen aus dem Verkauf von Altpapier, der in den vergangenen Jahren einen wichtigen Beitrag zur Gebührenstabilisierung geleistet hat. „Der Markt ist aufgrund der fast geschlossenen Märkte in Fernost quasi stark rückläufig“, erläutert Bernhard Eck. Dennoch sieht der EWL aktuell von einer Erhöhung der Abfallgebühren ab, auch wenn die Abfallsparte 2021 mit einem Verlust rechnet. Hintergrund ist der geplante Verkauf des Müllheizkraftwerkes in Pirmasens, an dem der EWL als Mitglied des Zweckverbandes Abfall Südpfalz (ZAS) beteiligt ist. Mit dem Verkaufserlös kann ein möglicher Verlust des Betriebszweiges abgegolten werden.

In den kommenden Jahren wird das städtische Unternehmen unter anderem in ein neues Abfallsammelfahrzeug und in Baumaßnahmen im Bereich des Wertstoffhofes investieren, auch wird der Bestand an neuen Abfallgefäßen zur Ausgabe an Landauer Haushalte und Betriebe aufgestockt. Das Volumen für die geplanten Investitionen im Betriebszweig Abfallentsorgung inklusive Software, Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt rund 1,49 Millionen Euro und soll über eigene Mittel finanziert werden.

Verstärkt Investitionen in Hausanschlüsse

Für den Betriebszweig Abwasserbeseitigung kalkuliert der EWL für 2021 mit Einnahmen von 8,72 Millionen Euro und Aufwendungen von 8,68 Millionen Euro; daraus ergibt sich ein geplanter Gewinn von rd. 36.000 Euro.

Neben den Abwassergebühren gehören ferner die Auflösung der Ertragszuschüsse sowie die Kostenbeteiligung der Verbandsgemeinden an der Kläranlage und dem städtischen Anteil an der Oberflächenentwässerung zu den wesentlichen Ertragspositionen. Zu den Aufwendungen gehören Abschreibungen, Personalkosten, Aufwendungen für den Unterhalt des Abwassernetzes und der Kläranlage sowie für die Entsorgung des Klärschlammes. Auch 2021 wird der EWL weiter in die Qualität der Landauer Abwasserbeseitigung investieren: rund 2,64 Millionen Euro in das Kanalnetz, dazu gehört auch die Erneuerung von älteren Hausanschlüssen. „Zum einen wächst Landau und zum anderen müssen wir bei der Abwasserführung durch die häufiger auftretenden Starkregen verstärkt Überflutungsvorsorge leisten“, erklärt Bernhard Eck. Zusätzlich plant der EWL weitere 2,46 Millionen Euro in die Kläranlage zu investieren – die Bandbreite reicht dort von der Erneuerung der Rechenanlage bis zur Vorbereitung der vierten Reinigungsstufe und Maßnahmen, die zum Ziel der CO2-Neutralität der Landauer Abwasserreinigung beitragen. „Das sind wichtige Schritte. Der EWL leistet damit einen enormen Beitrag zum Klimaschutz der Kommune“, freut sich Dr. Maximilian Ingenthron. Ein ganz besonderes Lob sprach er dabei auch mit Blick auf die Finanzierung der Maßnahmen an das Führungsteam des städtischen Unternehmens aus: Durch intensive Recherchen und passgenau geschneiderte Anträge gelang es dem EWL im laufenden Jahr rund 70.000 Euro an Fördergeldern von Land und Bund einzuwerben. Ein Teil dieser Mittel steht für die Umsetzung der Maßnahmen ab 2021 zur Verfügung.

Betriebszweig Bauhof

Für den Betriebszweig Bauhof rechnet der EWL mit Aufwendungen in Höhe von 4,4 Millionen Euro und einem Jahresüberschuss von rd. 1.000 Euro. Eine Anpassung der Stundenverrechnungssätze an die Stadt ist nicht erforderlich. Für das kommende Jahr sind im Wesentlichen Investitionen in Höhe von 0,56 Millionen Euro in den Fuhrpark und Betriebsausstattung sowie 0,4 Millionen Euro für den Ersatz und die Neubeschaffungen von Parkscheinautomaten vorgesehen. Die geplanten Investitionen für die Parkscheinautomaten sind allerdings abhängig von der Umsetzung des Parkraumkonzeptes der Stadtverwaltung Landau.

Betriebszweige Straßenreinigung und Service

Der Betriebszweig Straßenreinigung kümmert sich um die Sauberkeit im öffentlichen Raum Landaus. Wichtigste Einnahmequelle sind die Straßenreinigungsgebühren von rund 0,55 Millionen Euro. Damit werden die Aufwendungen für das Entleeren der Papierkörbe im öffentlichen Raum und die Straßenreinigung vergütet. Dieser Betriebszweig plant auch im aktuellen Wirtschaftsplan mit einem Verlust, der über einen starken Eingriff in die bilanzielle Rücklage verrechnet wird. Im Vermögensplan sind ferner Mittel in Höhe von 20.000 Euro für die Ersatzbeschaffung von neuen Papierkörben, von Unterflurbehältern und für Spender von Hundekotbeuteln im Bereich der Fußgängerzone vorgesehen. In seinem Betriebszweig Service organisiert der EWL die interne Verwaltung für die operativen Sparten und Dienstgebäude. Dazu gehören die Bereitstellung von Personal, Büroflächen, EDV-Ausstattung und das Erstellen von Gebühren- und Beitragsbescheiden. Für den Service rechnet der EWL laut Wirtschaftsplan mit einem Plus von 13.000 Euro. Dieser dient zum Aufbau einer Modernisierungsrücklage. Investitionen sind mit 1,1 Millionen Euro für die Erneuerung der EDV und für neue Software vorgesehen sowie die Umbauarbeiten im Verwaltungsgebäude. „Durch das Wachsen der Kommune und immer umfangreichere gesetzliche Vorgaben ist die Stadt Landau stark gefordert; mit dem EWL hat sie einen kompetenten Partner für Umweltschutz an ihrer Seite, der seit Jahren einen scharfen Blick für langfristig tragfähige und wertorientierte Lösungen hat“, schließt Dr. Maximilian Ingenthron die Sitzung.

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