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19.02.2021

Neue Förder-Schnecken sparen Energie

EWL investiert in die Kläranlage – weiterer Schritt zur Klimaneutralität der Abwasserreinigung

Fest im Blick hat der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) den hocheffizienten Betrieb der Kläranlage im Ortsteil Mörlheim. Mit der Erneuerung des Zulaufs ist wieder ein Schritt geschafft. „Wir wollen bis 2023 den Betrieb der Abwasserreinigung klimaneutral organisieren. Dazu hat der EWL ein umfassendes Modernierungsprogramm in Angriff genommen“, berichtet Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron als Verwaltungsratsvorsitzender des Betriebes. Aktuell werden die finalen Arbeiten am Zulaufhebewerk durchgeführt, dort wurden die riesigen Schnecken und ihre Antriebe komplett erneuert. Mehrere Hundert Tausend Euro investiert der EWL in diesen Schritt: Maschinen- und Elektrotechnik sind komplex, zudem muss die neue Anlage in die Gesamtsteuerung der Abwasserreinigung eingebunden werden. Für Umwelt, Klima und auch den künftigen Betrieb rechnet sich das: Rund 60.000 Kilowattstunden Strom spart alleine diese Investition künftig jährlich – so viel, wie 15 Vierpersonenhaushalte im gleichen Zeitraum verbrauchen.


Technischer Fortschritt genutzt

Gerade der Zulauf zur Abwasserreinigung ist besonders wichtig, denn an dieser Stelle wird das gesamte Abwasser im wahren Wortsinn in die eigentliche Kläranlage gehoben: Das reinigungsbedürftige Wasser überwindet dabei einen Höhenunterschied von rund vier Metern vom Kanalniveau an aufwärts. Das leisten zwei riesige rund 8,50 Meter lange Stahlwalzen, mit einem umlaufenden Metallband versehen. Diese Schnecken befördern das Wasser nach dem Archimedes-Prinzip aus dem Zulauf nach oben – je nach Witterung zwischen 12 Millionen und 47 Millionen Liter pro Tag. „Sogenannte elektronische Baugruppen ermöglichen es, die Leistung nun noch besser an den Abwasserstrom anzupassen. Die Regelung erfolgt über Sensoren, die Messwerte erfassen und an den Zentralrechner weitergeben“, erläutert Dr. Markus Schäfer, Ingenieur und Leiter der EWL-Abwasserabteilung.

Digitalisierung bei laufendem Betrieb

Die letzten Arbeiten zur Einbindung in die Gesamtanlage laufen noch. Den Grundstein für die hochdigitalisierte Steuerung der Kläranlage hatte der EWL im vergangenen Jahr gelegt. Eine High-Speed-Datenleitung verbindet seitdem das Leitsystem der Abwasserreinigung mit dem IT-Zentrum der Stadt Landau, wo zusätzliche Rechnerkapazitäten zur Verfügung stehen. Für die Bürgerinnen und Bürger geschehen diese Innovationen unbemerkt: Den Umbau des Zulaufhebewerks hat der EWL schrittweise so organisiert, dass die Abwasserreinigung in vollem Umfang stets gewährleistet war. „Das ist der Kern der Daseinsvorsorge, den der EWL als kommunaler Umweltbetrieb vorbildlich leistet. Und das sehr leise, aber sehr effizient“, lobt Dr. Maximilian Ingenthron abschließend, denn die Umsetzung der Arbeiten sei im Zuge der Corona-Rahmenbedingungen noch ein ganzes Stück anspruchsvoller gewesen.

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