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08.11.2017

»Neues Niveau für Bürgerservice und Umweltschutz«

 

 

Noch bestimmen Handwerker und Baufahrzeuge das Bild auf dem Areal des neuen Wertstoffhofes in Landau-Mörlheim. „Nicht mehr lange. Ab Januar haben wir hier ein neues Niveau an Bürgerservice und Umweltschutz“, kündigte heute (8. November) Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron an. Als Verwaltungsratsvorsitzender des Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) hat er sich gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Bernhard Eck ein Bild vom Baufortschritt gemacht. Aktuell werden im rund 60 Quadratmeter großen Wiegehaus Fenster und Türen eingebaut. Das Gebäude beherbergt Teile der hochmodernen Wiegetechnik, Bürokapazitäten und einen Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter. Eine großzügige Verglasung ermöglicht für die Diensthabenden einen guten Überblick über das Areal.

 

Kostengünstige Lösungen umgesetzt
Das Wiegehaus besteht aus einer Holzplattenkonstruktion, die vor Ort zusammengefügt wurde. „Mit dem Errichten dieses Gebäudes sind wir auch optisch auf die Ziellinie gebogen“, hielt Bernhard Eck bei der Ortsbegehung fest. Allerdings seien die wirklich aufwändigen Arbeiten mittlerweile kaum noch sichtbar: Das gesamte Areal wurde so angelegt, dass es zehn Zentimeter über dem Straßenniveau liegt. Um hier einen wirksamen Hochwasserschutz bei Starkregen zu gewährleisten, hat der EWL über 14.000 Kubikmeter Schotter und anderes Material verbaut. „Wie auch bei anderen Projekten haben wir darauf geachtet, Aushub von anderen Baustellen mit zu verwenden, der die Einbauanforderungen für Wasserschutzgebiete erfüllt“, erklärte Bernhard Eck. Durch eine ausgeklügelte Logistik war es dem EWL bereits bei Aufbettungsmaßnahmen der ehemaligen Deponie am Roten Weg gelungen, das Material aus den Versickerungsmulden am Messegelände kostenbewusst und in direkter Nähe einzusetzen.

Raum für 36 Abfallarten

Der neue Wertstoffhof bietet auf einem 1,25 Hektar großen Grundstück künftig Raum für 36 Abfallarten von Altöl bis zur Waschmaschine. „Die Sortentrennung ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherung von Rohstoffen im Wirtschaftskreislauf“, hielt Dr. Maximilian Ingenthron fest. Neben der Wiegeanlage im Zufahrtsbereich ist die Kleinanlieferrampe das Herzstück des Areals. Diese wird befahren und die Bürger können dann sperrige Abfälle, Holzreste, Eisen- und Nichteisenmetalle von oben in die bereitstehenden Container einwerfen. Alleine für die Herstellung der Abwurfkanten wurden gut 70 Meter Winkelstützwände aus Beton gesetzt.

 

Deutlich verbessert wird die Annahme von Elektroschrott und Batterien: Während in der alten Anlage die Container sehr beengt und unübersichtlich stehen, ist dies im neuen Hof deutlich komfortabler. Zukünftig ist die direkte Anfahrt der Container möglich.

 

Auch für den Grünschnitt, der den größten Mengenanteil ausmacht, gibt es Verbesserungen. Die Fläche ist komplett befestigt. Matschige Schuhe bei der Anlieferung wird es zukünftig nicht mehr geben. Bei der Konzeption des Areals hat der EWL darauf geachtet, dass parallel zur Anlieferung des Grünschnitts auch Material abgefahren werden kann - das ist besonders an stark frequentierten Tagen wichtig.

 

Endspurt im Advent

Aktuell sind die Elektriker am Werk und kümmern sich um Anschlüsse für Beleuchtungen, die Waage und eine Schrankenanlage, die die Zufahrt regelt. Den Grundstein haben sie bereits gelegt mit rund 5,3 Kilometern Strom- und Erdungskabel, die sicher unter der Fahrbahn und in Versorgungskanälen liegen. Bereits fertig gestellt wurde die Deckschicht der Verkehrsflächen. Nun kann hier der  Feinschliff folgen: Gut 880 Meter Fahrbahnmarkierungen und über 30 Verkehrsschilder werden dann künftig dafür sorgen, dass bei der Anlieferung von Wertstoffen Am Hölzel alles in geordneten Bahnen läuft. „Wir freuen uns, wenn es geschafft ist. Denn der Bau des Wertstoffhofes ist ein großes Projekt, das der EWL ohne zusätzliche personelle Kapazitäten leistet“, hält Bernhard Eck fest. Den Kostenrahmen von 3,75 Millionen Euro habe man halten können.
Nicht ganz geklappt hat der Terminplan für die Fertigstellung: Zwar wurden die Ausschreibungen und Angebote mit über 400 Positionen alle termingerecht verarbeitet. Bei der Ausführung der Arbeiten seien aber vereinzelt Engpässe entstanden, die der guten Baukonjunktur geschuldet sind. Mit rund sechs Wochen Verzug wird der neue Wertstoffhof erst im neuen Jahr in Betrieb gehen und den 37 Jahre alten Vorgänger in direkter Nachbarschaft ersetzen.

 

„Landau ist mit Blick auf die künftigen Anforderungen der Kreislaufwirtschaft gut aufgestellt. Nun sind wir gespannt auf die Resonanz der Bürger“, schloss Dr. Maximilian Ingenthron.

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