Diese Webseite verwendet Cookies, um das Sammeln und Analysieren statistischer Daten in anonymisierter Form zu ermöglichen.
Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Hilfsnavigation
Language
Titelseite3
Seiteninhalt
10.12.2018

Der Wert von Altgeräten

EWL engagiert sich für Elektro-Recycling – hohe Rücklaufquoten wichtig

Auch in ausrangierten Elektrogeräten und leeren Batterien stecken wertvolle Stoffe. Dafür, dass diese am Ende ihres Produktlebens gesammelt und wiederverwertet werden, engagiert sich der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL). „Die Rückgabe im Wertstoffhof ist jederzeit möglich und die Landauer Bürgerinnen und Bürger nutzen diese Möglichkeit auch rege“, informiert Bernhard Eck, Vorstandsvorsitzender des EWL. Rund 78 Tonnen an großen und kleinen Geräten nimmt das kommunale Entsorgungsunternehmen pro Jahr an. Alleine der große Container für PC- und TV-Bildschirme verlässt etwa alle zwei Wochen gut gefüllt den Wertstoffhof. „Elektroschrott wird demontiert, um Rohstoffe zu sichern. Das ist wichtig, aber auch aufwendig“, hält Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron fest. Als Verwaltungsratsvorsitzender des EWL hat er einen guten Überblick über die Branche. Zum Sammelrepertoire des EWL gehören inzwischen auch Möbel mit verbauten Elektroanschlüssen und Bekleidung mit Beleuchtung. Diese Gegenstände gehören am Ende des Produktlebens nach einer Gesetzesänderung im August nun ebenfalls zum E-Schrott.

 

Abfall mit sozialer Komponente

Das Recycling von ausrangierten Elektrogeräten und Batterien hat sowohl Umwelt- wie auch soziale Aspekte: „Beispielsweise stecken in entladenen Batterien und Handys Lithium, Kobalt und seltene Erden, die dringend wiederverwertet gehören“, macht EWL-Abfallberater Andreas Fischer aufmerksam. Diese Rohstoffe werden in Regionen der Erde gefördert, in denen keine europäischen Sozial-, Umwelt- oder Sicherheitsstandards für die Arbeiterschaft gelten. Ein verantwortungsvoller Umgang damit ist deshalb besonders wichtig. Insgesamt geht der Trend zu immer mehr elektrischer Unterstützung, die Spanne reicht vom Büro über den Haushalt bis hinein ins Kinderzimmer. Um die Recyclingquote für Abgelegtes hier zu erhöhen, werben die bundesweit tätigen Organisationen Elektroaltgeräte-Register (EAR) und Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien (GRS) inzwischen mit einem gemeinsamen Logo.

 

Verantwortungsvoll handeln

Der Abfallberater rät, beim Kauf eines Neugerätes den defekten Vorgänger gleich ins Recycling zu geben – über den Handel oder den EWL: „Da werden Keller oder Dachboden erst gar nicht belastet und die Wertstoffe im Altgerät gelangen schnell wieder in den Kreislauf.“ Die Alternative ist, Dinge zu reparieren und damit lange zu nutzen. Toaster und Co. nimmt das Team vom Repair-Café unter die Lupe. Immer am zweiten Samstag im Monat bietet eine Gruppe von Ehrenamtlichen zwischen 14 und 16:30 Uhr im Foyer des EWL tatkräftige Unterstützung bei Reparaturen.

 

Sortierservice für Kleinteile

Allen engagierten Bürgerinnen und Bürgern macht der EWL zudem ein weiterführendes Serviceangebot: die kostenlose Wertstoff-Box im Format eines Schuhkartons. In ihr finden neben Batterien auch alte Kabel, ausgediente Kameras, Taschenrechner, Handys und andere Utensilien des digitalen Lebens vorübergehend Platz. Ist der Behälter gefüllt, kann er ganz einfach beim nächsten Besuch im neuen Wertstoffhof Am Hölzel gegen eine leere Box umgetauscht werden. „Die von uns beauftragte Firma kümmert sich dann um die Zuordnung des Inhalts für das Rohstoff-Recycling“, verspricht Andreas Fischer.

zurück nach oben drucken