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02.07.2021

Schutz im doppeltenSinn

EWL kümmert sich um Regenrückhalteeinrichtungen – Sicherheit zählt

Wer am Bornbach spazieren geht, hat es bereits bemerkt: Dort stapeln sich geschnittene Äste und Zweige am Wegesrand. Diese sogenannten Totholzstapel organisiert seit einigen Wochen der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb (EWL). Sie haben gleich zwei wichtige Funktionen: Zum einen dienen sie Insekten und Kleintieren als Rückzugsort. Zum anderen entsteht so eine natürliche Barriere – denn hinter dem liegenden Gehölz befindet sich eine technische Anlage zum Rückhalt von Niederschlag. „Und dort darf sich aus Verkehrssicherungsgründen niemand aufhalten“, erläutert Bernhard Eck, Vorstandsvorsitzender des EWL. Insgesamt dreizehn solcher Areale unterhält der kommunale Betrieb. Meist sind es Mulden mit sachten Böschungen und einer maximalen Wassertiefe von 30 cm, die sich in das Landschaftsbild einfügen. Sie dienen dem Regenrückhalt und damit dem Hochwassersschutz der bebauten Gebiete in Landau.

Verantwortungsvoll und nachhaltig sichern

Über diese in die Landschaft modellierten Areale freuen sich auch Flora und Fauna – sie haben Biotopcharakter, was auch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) betont.

Der freie Zutritt zu diesen von Menschenhand angelegten Biotopen ist nur zulässig, wenn der maximale Wasserstand nicht mehr als 30 cm betragen kann – besonders Kinder dürfen dann dort nicht mehr spielen. Denn bei einsetzendem Regen kann das Wasser in den Senken zügig hoch ansteigen, auch wenn das bei Trockenheit kaum für möglich gehalten wird. Und dies kann dann gefährlich werden. Aus diesem Grund haben die Verantwortlichen des EWL alle Rückhalteeinrichtungen im Landauer Einzugsgebiet genau unter die Lupe genommen. An etlichen Stellen werden nun Barrieren errichtet. „Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und wir handeln. Durch die Zunahme von Starkregen räumen wir auch der Zutrittssicherung eine hohe Priorität ein“, unterstreicht Olga Wünschel, Ingenieurin in der EWL-Abwasserabteilung. Neben Hinweisschildern sind dies an etlichen Stellen Zäune. Doch aus Metall müssen diese nicht überall sein – auch natürliche Materialien verwehren den Zutritt eindeutig. Das können Totholzstapel sein oder dichte Bepflanzungen. Auch sogenannte Benjeshecken, die aus aufgeschichtetem Gehölzschnitt ergrünen, sind möglich. All diese Möglichkeiten erfreuen Natur und Auge gleichermaßen und sind zudem günstiger als eine Zaunanlage. An Zu- und Auslauf der Rückhalteeinrichtungen hat der EWL zusätzlich alle Rohre ab einem Durchmesser von 30 Zentimeter mit Gittern versehen. „Hier erhöhen wir die Sicherheit deutlich“, informiert Olga Wünschel. Diese Entscheidung trafen die Verantwortlichen des kommunalen Betriebes nach Begehungen, bei denen sie die Situation vor Ort nach genau festgelegten Kriterien bewerteten.

Wichtiger Schutz für bebaute Gebiete

Jedes Jahr fallen in Landau rund 650 - 800 Liter Regen je Quadratmeter. In den bebauten Gebieten übernimmt der EWL die Abführung des Regenwassers und führt es in den natürlichen Wasserkreislauf zurück – denn Regenwasser ist in der Regel sauberes Wasser und braucht keine Behandlung in der Kläranlage. Fällt jedoch bei einem Gewitter viel Niederschlag in kurzer Zeit, müssen besondere bauliche Einrichtungen des EWL den Abfluss puffern: Regenüberlauf, Überlaufbecken und Regenrückhalteeinrichtungen entlasten schließlich das Kanalnetz. Denn sie geben das Niederschlagswasser zeitverzögert ab. Dasselbe gilt für Muldensysteme wie am Rande des Gewerbegebietes D10, wo der Niederschlag komplett auf dem Areal verbleibt und über Versickerung und Verdunstung wieder in den natürlichen Kreislauf gelangt.


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